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Was ist PE-22-28?

PE-22-28 ist ein synthetisches Peptid aus sieben Aminosäuren, das von Spadin abgeleitet ist. Forschende entwickelten es, um TREK-1 zu hemmen, einen Kaliumkanal, der an der elektrischen Aktivität von Nervenzellen beteiligt ist. Studien an Mäusen fanden antidepressiv-ähnliche Wirkungen und Veränderungen bei Markern, die mit neuronalem Wachstum in Verbindung stehen. Ein Nutzen für Stimmung, Fokus und Gedächtnis beim Menschen ist weiterhin nicht belegt.

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Das Wichtigste in Kürze

  • PE-22-28 ist ein synthetisches, aus sieben Aminosäuren bestehendes Fragment von Spadin, das auf die Hemmung des Kaliumkanals TREK-1 und auf antidepressiv-ähnliche Wirkungen bei Mäusen untersucht wurde.
  • Die zentrale Studie von 2017 berichtete über Veränderungen im Verhalten von Mäusen und bei Markern, die mit neuronalem Wachstum in Verbindung stehen. Stimmung, Gedächtnis oder Produktivität beim Menschen wurden nicht untersucht.
  • Die oft zitierte 500-fache Angabe vergleicht Laborkonzentrationen, die zur Hemmung eines Kanals nötig sind. Sie beschreibt keine 500-fache Verbesserung bei Depression oder Kognition.
  • Der 23-Stunden-Befund war eine Halbwirkungszeit im Verhalten für ein chemisch verändertes Analogon bei Mäusen. Es ist keine gemessene Halbwertszeit von Standard-PE-22-28 beim Menschen.
  • In dieser Übersicht wurde keine veröffentlichte Humanstudie gefunden. Dosierung beim Menschen, Exposition des Gehirns, Häufigkeiten von Nebenwirkungen und die Sicherheit von Peptid-Stacks sind weiterhin nicht geklärt.

Wer sich für die Stimmung und die Anpassungsfähigkeit des Gehirns interessiert, stößt bei PE-22-28 auf eine konkrete Frage: Könnte eine Veränderung der elektrischen Aktivität einer Nervenzelle eine nützliche, dauerhafte Veränderung dessen bewirken, wie sich jemand fühlt oder denkt? Die Experimente geben Forschenden einen Grund, dieser Frage nachzugehen. Sie erklären auch, woher die Behauptungen über eine „500-fache Potenz“, eine „Neurogenese in vier Tagen“ und eine „Halbwertszeit von 23 Stunden“ stammen.

PE-22-28 auf einen Blick Details
Molekül Synthetisches Peptid aus 7 Aminosäuren
Herkunft Verkürztes Fragment von Spadin, aus dem Sortilin-Propeptid
Name Positionen 22–28 dieses Propeptids; Arbeiten schreiben es auch als PE 22-28, und dieselbe Gruppe nannte es später Mini-Spadin
Wichtigstes untersuchtes Ziel TREK-1, ein Kaliumkanal mit zwei Porendomänen
Direkte Evidenz Kanalmessungen im Labor, kultivierte Nervenzellen von Mäusen und Verhaltensexperimente an Mäusen
Klinischer Nutzen beim Menschen In dieser Übersicht keine veröffentlichte Studie gefunden
Gesicherte Dosis oder Halbwertszeit beim Menschen Keine gefunden
Sport (WADA) Nicht namentlich genannt, fällt als nicht zugelassenes Arzneimittel aber unter Abschnitt S0 der Verbotsliste 2026 und ist jederzeit verboten

TREK-1 hilft, die Spannung über der Zellmembran zu regulieren, indem es Kalium hindurchfließen lässt. Das trägt dazu bei, wie leicht eine Nervenzelle feuert. Forschende untersuchten, ob eine Hemmung dieses Kanals antidepressive Wirkungen hervorrufen könnte.

In der Spadin-Studie von Mazella und Kollegen aus dem Jahr 2010 hemmte das Ausgangspeptid TREK-1, steigerte die Feuerrate von Serotonin-Nervenzellen in einer Hirnregion der Maus und rief bei Mäusen antidepressiv-ähnliches Verhalten hervor. Spadin besteht aus 17 Aminosäuren. Die spätere Arbeit zu PE-22-28 verkürzte es auf sieben, wobei die Aktivität im Labortest erhalten blieb.

Das macht PE-22-28 als möglichen Weg interessant, stimmungsbezogene Schaltkreise zu verändern. Es bedeutet nicht, dass eine höhere Erregbarkeit von Nervenzellen die Hirnfunktion grundsätzlich verbessert. Die Wirkungen hängen davon ab, welche Zellen exponiert sind, wie viel Substanz sie erreicht und wie lange die Wirkung anhält.

Der Mechanismus hängt außerdem von den Versuchsbedingungen ab. Die Studie von Ma und Lewis aus dem Jahr 2020 testete das Ausgangspeptid Spadin in Froscheizellen, die Mauskanäle exprimierten. Spadin hemmte in diesem System die Grundströme nicht; eine Vorbehandlung störte gezielt die anschließende Aktivierung von TREK-1 durch Arachidonsäure. Diese Studie testete PE-22-28 nicht direkt, zeigt aber, warum die Bezeichnung „TREK-1-Blocker“ immer zusammen mit den Testbedingungen genannt werden muss.

Auch die Dosis spielt eine Rolle. In einer Schlaganfallstudie an Mäusen aus dem Jahr 2019 der Gruppe, die PE-22-28 entwickelt hatte, zeigten Messungen eine biphasische Wirkung: Das Peptid steigerte die TREK-1-Aktivität bei niedrigen Dosen und hemmte sie bei höheren Dosen. Dieselbe Studie berichtete bei Mäusen über eine bessere motorische und kognitive Erholung und weniger depressionsähnliches Verhalten nach einem Schlaganfall. Das sind Tierergebnisse zur Erholung nach einer Schädigung, keine Belege für eine Leistungssteigerung bei gesunden Menschen.

Die meisten direkten Behauptungen gehen auf die Arbeit von Djillani, Pietri, Moreno, Heurteaux, Mazella und Borsotto aus dem Jahr 2017 zurück. Das Team untersuchte Standard-PE-22-28 zusammen mit chemisch veränderten Analoga. Diese Ergebnisse müssen dem jeweils getesteten Molekül zugeordnet bleiben.

Arbeit, Autoren, Jahr und Quelle Was untersucht wurde Beitrag
Spadin, a Sortilin-Derived Peptide, Mazella et al., 2010, PLOS Biology / PubMed Ausgangspeptid Spadin in Zellen und Mäusen Begründete die frühere Forschung zu TREK-1 und antidepressiv-ähnlichen Wirkungen
Shortened Spadin Analogs, Djillani et al., 2017, Frontiers in Pharmacology PE-22-28 und Analoga in Kanaltests, Nervenzellen von Mäusen und Mäusen Direkte Quelle für die Angaben zu Potenz, Verhalten, Wachstumsmarkern und Wirkdauer
Spadin Selectively Antagonizes Arachidonic Acid Activation, Ma und Lewis, 2020, Frontiers / PubMed Ausgangspeptid Spadin in einem alternativen Kanal-Expressionssystem Fand eine engere, aktivierungsabhängige Wirkung; keine Wirksamkeitsstudie zu PE-22-28
First Evidence of Protective Effects on Stroke Recovery, Pietri et al., 2019, Neuropharmacology / PubMed PE-22-28, Mini-Spadin genannt, in einem Schlaganfallmodell an Mäusen Berichtete über TREK-1-Aktivierung bei niedriger Dosis, Hemmung bei höherer Dosis und bessere Ergebnisse nach Schlaganfall bei Mäusen

Die Experimente von 2017 liefern mehrere messbare Befunde:

Experiment Ergebnis für Standard-PE-22-28 Was gemessen wurde
Akuter Forced-Swim-Test Immobilität im Mittel 91,8 Sekunden gegenüber 161,7 Sekunden mit Kochsalzlösung; 10 behandelte Mäuse Zeit, die in einem stressbezogenen Verhaltenstest weitgehend regungslos verbracht wurde
Novelty-Suppressed-Feeding-Test nach vier Tagen, bei mit Corticosteron behandelten Mäusen Zeit bis zum Beginn des Fressens im Mittel 153,2 Sekunden gegenüber 226,1 Sekunden bei den Kontrollen; 10 Mäuse pro Gruppe Annäherung an Futter in einer unbekannten, hell beleuchteten Umgebung
Zellmarkierung im Hippocampus nach vier Tagen 1.736 gegenüber 899 BrdU-positiven Zellen; 5 Mäuse pro Gruppe Zellen mit einem Marker, der in neu synthetisierte DNA eingebaut wird

Der Unterschied im Forced-Swim-Test entspricht einer Verringerung der Immobilität um etwa 43 %, berechnet aus den berichteten Gruppenmittelwerten. Er lässt sich nicht als „43 % weniger Depression“ beschreiben. Mäuse haben keinen Depressionsfragebogen ausgefüllt, und diese Tests können weder eine Linderung von Hoffnungslosigkeit noch wiedergewonnene Motivation bei der Arbeit oder Freude am Alltag messen.

Mehrere positive Experimente innerhalb einer einzigen Arbeit liefern zudem weniger unabhängige Bestätigung als Replikationen durch andere Gruppen. Die direkte Evidenz konzentriert sich auf ein kleines präklinisches Forschungsprogramm.

Die Zahl stammt aus der Potenz im Labor. Ein IC50 ist die Konzentration, die unter festgelegten Testbedingungen die Hälfte der gemessenen hemmenden Wirkung hervorruft. Ein niedrigerer Wert bedeutet, dass in diesem Experiment weniger Substanz nötig war.

Die Arbeit von 2017 berichtet etwa 0,1–0,12 nanomolar für PE-22-28 und 40–60 nanomolar für Spadin. Mit den 0,12 nM aus dem Abstract ergibt sich ein Verhältnis von etwa 333–500. Die Arbeit ist in sich widersprüchlich: Abstract und Ergebnisteil ordnen PE-22-28 den Wert 0,12 nM zu, während die Legende von Abbildung 3 und die Diskussion ihm 0,10 nM zuordnen und 0,12 nM dem G/A-Analogon zuweisen.

Beide Versionen deuten auf eine deutlich höhere Potenz in diesem Kanaltest hin. Keine von beiden sagt einen Multiplikator für Stimmung, Gedächtnis oder Motivation beim Menschen voraus. Eine Substanz kann in der Schale schon in sehr niedriger Konzentration wirken und beim Menschen dennoch schlecht aufgenommen werden, rasch abgebaut werden oder das Gehirn nur unzureichend erreichen.

Diese Zahlen können auch nicht belegen, dass PE-22-28 stärker ist als ein SSRI. Dafür bräuchte es einen klinischen Vergleich, der dieselben Endpunkte bei vergleichbaren Behandelten misst.

Der Anstieg von 899 auf 1.736 BrdU-positive Zellen betrug etwa 93 %, berechnet aus den Gruppenmittelwerten des Mausexperiments. Die BrdU-Markierung erfasst neu synthetisierte DNA und wird zur Untersuchung der Zellvermehrung eingesetzt. Die Autoren deuteten das Ergebnis als Beleg für eine Neurogenese im Hippocampus.

Diese Messung allein kann nicht zeigen, dass alle markierten Zellen zu reifen Nervenzellen wurden, langfristig überlebten oder nützliche Verbindungen bildeten. Sie kann einem gesunden Menschen auch nicht sagen, um wie viel schneller er eine Sprache lernen könnte.

In einem separaten Kulturexperiment maßen die Forschenden PSD-95, ein mit Synapsen verbundenes Protein, in kortikalen Nervenzellen von Mäusen. Sein Spiegel stieg nach der Exposition gegenüber PE-22-28 und verwandten Analoga im Zeitverlauf an. Eine Messung eines synaptischen Proteins spricht dafür, Veränderungen an neuronalen Verbindungen zu untersuchen; sie zählt jedoch nicht direkt funktionsfähige neue Verbindungen und belegt kein besseres Gedächtnis.

BDNF, ein Protein, das am Überleben und an der Plastizität von Nervenzellen beteiligt ist, taucht in der Diskussion der Arbeit zu früheren Spadin-Untersuchungen auf. Dieser Hintergrund sollte nicht zu einem behaupteten prozentualen Anstieg von BDNF beim Menschen durch PE-22-28 werden. Die hier zusammengefassten direkten Experimente maßen Kanalaktivität, Verhalten von Mäusen, BrdU-Markierung und PSD-95. Eine kognitive Leistungssteigerung beim Menschen belegten sie nicht. Die Originalmessungen findest du in den Abbildungen 3, 5 und 6.

Die Eliminationshalbwertszeit eines Arzneimittels beschreibt, wie schnell seine Konzentration sinkt. Die vielfach wiederholte Angabe von 23 Stunden für PE-22-28 stammt aus Messungen, wie schnell eine Verhaltenswirkung bei Mäusen nachließ.

Genauer gesagt untersuchte Abbildung 7 der Arbeit von 2017 G/A-PE-22-28, bei dem Glycin durch Alanin ersetzt ist, sowie eine biotinylierte Version dieses Analogons. Standard-PE-22-28 gehörte nicht zu den beiden Molekülen in diesem Experiment zur Wirkdauer.

Getestetes verändertes Molekül Versuchsdosis bei Mäusen Ungefähre Halbwirkungszeit im Verhalten
G/A-PE-22-28 3,2 Mikrogramm/kg 14 Stunden
G/A-PE-22-28 32 Mikrogramm/kg 21 Stunden
Biotinyliertes G/A-PE-22-28 4 Mikrogramm/kg 17 Stunden
Biotinyliertes G/A-PE-22-28 40 Mikrogramm/kg 23 Stunden

Das sind berichtete Bedingungen einer Tierstudie, keine empfohlenen Dosen für Menschen. Die Forschenden testeten pro Zeitgruppe 10 zuvor nicht getestete Mäuse und schätzten, wann die Wirkung im Forced-Swim-Test auf die Hälfte ihres Ausgangswerts gesunken war. Sie entnahmen keine seriellen Blutproben, um die Ausscheidung des Peptids zu bestimmen.

Wer 23 Stunden in einen Halbwertszeit-Rechner eingibt, bildet daher eine unbelegte Annahme über die Exposition des Menschen gegenüber PE-22-28 ab. Damit lassen sich weder eine Akkumulation noch eine Auswaschphase oder ein sicheres Intervall bis zur nächsten Dosis bestimmen.

Eine Suche auf ClinicalTrials.gov nach PE-22-28, PE 22-28 oder Spadin ergab am 15. Oktober 2026 keine registrierten Studien, und auch eine Suche nach Mini-Spadin ergab keine. Die Literaturrecherche für diesen Leitfaden fand keine veröffentlichte Behandlungsstudie am Menschen. Diese Suchen können eine nicht registrierte Anwendung oder Forschung, die unter einem anderen Namen indexiert ist, nicht ausschließen.

Es wurde keine behördliche Zulassung von PE-22-28 als Arzneimittel gefunden. Für den Sport gilt: Die WADA-Verbotsliste 2026 nennt es nicht namentlich, doch Abschnitt S0 verbietet jederzeit jede pharmakologische Substanz ohne aktuelle behördliche Zulassung zur therapeutischen Anwendung beim Menschen, die von keinem anderen Abschnitt erfasst wird, einschließlich Arzneimitteln in der präklinischen Entwicklung.

Folglich gibt es in der hier ausgewerteten Evidenz keine validierte Dosis, keinen Zyklus und kein Erhaltungsschema für Menschen. Rechnet man Mikrogramm pro Kilogramm bei Mäusen in eine Menge für Menschen um, bleiben Aufnahme, Exposition des Gehirns und Toxizität ungeklärt. Der IC50 aus einem Kanaltest liefert keine dieser fehlenden Messungen.

Die Arbeit von 2017 verwendete intraperitoneale Injektionen, also in die Bauchhöhle, und enthielt Experimente mit oraler Gabe per Schlundsonde bei Mäusen. Bei dieser Gavage wird die Substanz über einen Schlauch in den Magen gebracht. Keine der beiden Methoden validiert ein handelsübliches Nasenspray, eine Kapsel oder eine subkutane Injektion für Menschen. Die Bioverfügbarkeit muss für die genaue Formulierung und den jeweiligen Verabreichungsweg gemessen werden.

Behauptungen, die nasale Gabe „umgehe die Blut-Hirn-Schranke“, brauchen ebenfalls direkte Expositionsdaten. Die theoretische Attraktivität eines Verabreichungswegs belegt nicht, wie viel intaktes PE-22-28 das Gehirn eines Menschen erreicht.

Die Forschenden von 2017 prüften mehrere andere Kaliumkanäle und berichteten unter den getesteten Bedingungen keine Hemmung, darunter keine Wirkung auf hERG, einen Kanal, der für die elektrische Funktion des Herzens relevant ist. Das ist ein nützliches frühes Screening. Es kann weder die Herzsicherheit beim Menschen belegen noch Wirkungen bei anderen Konzentrationen, an anderen Zielstrukturen oder bei wiederholter Exposition ausschließen.

Ohne klinische Sicherheitsdaten gibt es keine verlässliche Häufigkeit für Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Angst oder andere Beschwerden, die Anwendende online beschreiben. Langzeitwirkungen, Toleranzentwicklung, Entzug und Wechselwirkungen mit Antidepressiva sind weiterhin ungeklärt. Dass in einer kleinen Tierstudie keine unerwünschte Wirkung dokumentiert wurde, liefert keine Sicherheitsabschätzung für Menschen.

Die Identität des Produkts bringt eine weitere Unsicherheit mit sich. Standard-PE-22-28, G/A-PE-22-28 und biotinylierte Analoga haben unterschiedliche Strukturen. Ein Reinheitszertifikat kann ihre Forschung nicht austauschbar machen, keine Sterilität belegen und nicht zeigen, dass ein Präparat für einen bestimmten Verabreichungsweg sicher ist.

Wenn du Linderung bei anhaltender Depression suchst, spricht diese Evidenz nicht dafür, eine verordnete Behandlung zu ersetzen oder PE-22-28 ohne ärztliche Begleitung zu einem Antidepressivum hinzuzufügen.

Diese Substanzen werden in Diskussionen über Gehirngesundheit oft gemeinsam genannt, doch die Forschung stellt jeweils andere Fragen.

Substanz Wichtigste in unserem Leitfaden besprochene Forschung Für den Vergleich relevante Evidenz beim Menschen
PE-22-28 TREK-1-Hemmung, antidepressiv-ähnliches Verhalten und Wachstumsmarker bei Mäusen Hier keine veröffentlichte Behandlungsstudie gefunden
Semax Aufmerksamkeit, neurotrophe Signalwege und neurologische Erholung Kleine Studien zu Aufmerksamkeit und Bildgebung des Gehirns; routinemäßige kognitive Leistungssteigerung bleibt unsicher
Selank Angst und vermutete GABA-bezogene Wirkungen Kleine Studien zu Angst; begrenzte Evidenz für kognitive Leistungssteigerung bei gesunden Erwachsenen
Dihexa Gedächtnis bei Tieren und Verbindungen zwischen Nervenzellen Kein gesicherter kognitiver Nutzen beim Menschen; zentrale Arbeit zum Mechanismus 2025 zurückgezogen

Es gibt hier keine direkte Vergleichsevidenz am Menschen, die PE-22-28 gegenüber diesen Substanzen hinsichtlich Fokus oder Stimmung einordnet. Ebenso wenig zeigt eine Kombination verschiedener vermuteter Mechanismen, dass ein Stack besser wirkt oder sicherer ist.

Geht es um bessere Konzentration, ist der relevante Endpunkt die Leistung in Aufmerksamkeitsaufgaben. Beim Gedächtnis sind es Lernen und verzögerter Abruf. Bei Depression sind es die Besserung der Symptome und die Alltagsfunktion, bewertet im Vergleich zu einer Kontrollgruppe. PE-22-28 braucht weiterhin Studien am Menschen, die diese Endpunkte messen und unerwünschte Ereignisse über längere Zeit verfolgen.

  • Wofür wird PE-22-28 verwendet?

    PE-22-28 ist ein experimentelles Peptid, das auf TREK-1-Hemmung und antidepressiv-ähnliche Wirkungen bei Mäusen untersucht wurde. Es weckt Interesse zur Verbesserung von Stimmung und Kognition, doch die hier ausgewertete Forschung belegt diesen Nutzen beim Menschen nicht.

  • Ist PE-22-28 dasselbe wie Spadin?

    PE-22-28 ist ein kürzeres Fragment. Spadin besteht aus 17 Aminosäuren und entspricht den Positionen 12–28 des Sortilin-Propeptids; PE-22-28 enthält die sieben Aminosäuren an den Positionen 22–28. Veränderte PE-22-28-Analoga sind ebenfalls eigene Moleküle.

  • Lässt PE-22-28 neue Gehirnzellen wachsen?

    Eine Studie von 2017 fand nach vier Tagen Behandlung mehr BrdU-markierte Zellen im Hippocampus von Mäusen. BrdU markiert neu synthetisierte DNA. Das spricht für weitere Forschung zur Zellvermehrung, belegt aber weder dauerhaft neue Nervenzellen noch eine bessere Kognition beim Menschen.

  • Ist PE-22-28 500-mal stärker als Spadin?

    Diese Zahl stammt aus einem Vergleich von Konzentrationen in einem TREK-1-Kanaltest. Die Arbeit berichtet etwa 0,1–0,12 nM für PE-22-28 gegenüber 40–60 nM für Spadin, wobei die genauen Werte innerhalb der Arbeit nicht übereinstimmen. Diese Laborergebnisse können weder einen Nutzen für die Stimmung beim Menschen beziffern noch eine Dosis festlegen.

  • Wie hoch ist die Halbwertszeit von PE-22-28?

    Eine verlässliche Eliminationshalbwertszeit beim Menschen wurde nicht ermittelt. Der häufig wiederholte Wert von 23 Stunden beschreibt das Abklingen einer Verhaltenswirkung bei Mäusen, die biotinyliertes G/A-PE-22-28 erhielten, ein verändertes Analogon. Gemessen wurde nicht, wie Standard-PE-22-28 aus dem Blut von Menschen verschwindet.

  • Welche Dosierung von PE-22-28 wird empfohlen?

    Es wurde keine validierte Dosis, kein Zyklus und kein Erhaltungsschema für Menschen gefunden. Mäuseexperimente können kein sicheres Schema für Menschen begründen, und die Konzentration zur Kanalhemmung ist keine injizierbare Dosis.

  • Wirkt PE-22-28 oral oder als Nasenspray?

    Die zentrale Arbeit enthält Experimente mit oraler Gabe per Schlundsonde bei Mäusen. Sie belegt weder eine orale Bioverfügbarkeit beim Menschen, noch validiert sie handelsübliche Kapseln, Nasensprays oder Injektionen. Kein Vergleich am Menschen zeigt einen bevorzugten Verabreichungsweg.

  • Welche Nebenwirkungen hat PE-22-28?

    Studien am Menschen haben weder verlässliche Häufigkeiten von Nebenwirkungen noch Langzeitsicherheit, Toleranzentwicklung oder ein Entzugsrisiko ermittelt. Ein begrenztes Kanal-Screening und Mäuseexperimente können nicht belegen, dass PE-22-28 frei von unerwünschten Wirkungen ist.

  • Kann PE-22-28 mit Semax oder Selank kombiniert werden?

    Keine in dieser Übersicht gefundene kontrollierte Evidenz am Menschen belegt die Sicherheit oder einen Zusatznutzen dieser Kombinationen. Verschiedene vermutete Mechanismen belegen keine Synergie, und eine Mischung erschwert es, Nutzen oder unerwünschte Reaktionen einem einzelnen Inhaltsstoff zuzuordnen.